Bilderausstellung: Göttinnen

"Wo immer in der Welt ein weiblicher Körper erscheint,

sollte er als mein heiliger Körper erkannt werden."

(aus dem Vajrayogini-Tantra)


Peter Engelhardt

studierte Freie Malerei und Graphik an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und lebt als freischaffender Maler.

Nach Schaffensphasen in den klassischen Sujets erweiterte sich 2003 sein künstlerisches Schaffen. Berührt vom Zeitgeist und von inneren Erlebnissen entstanden erste Marien-Bilder und eröffneten dem Maler das weite Pantheon weiblicher Gottheiten –  ein Nachhausekommen in lange verlorene, abgespaltene Bereiche der Seele und in die Heilung. In der wiederentdeckten Ganzheit berührt das Leben durch tausend Gesichter der Shakti-Devi. So vielfältig wie das Leben selbst zeigen sie sich in den zahlreichen Gemälden, in denen die Quelle des Lebens und Seins als Ikone der weiblichen Göttlichkeit erscheint. Erotisches und Sakrales verschmilzt miteinander und wird zur gemalten Liebeserklärung an die Schönheit weiblicher Schöpferkraft.

Im Göttinnen-Zyklus spiegelt sich der immer wechselnde Fluß des Lebens in den sinnlich, farbigen Körpern und in dem Raum, der sie umfließt. Die den Bildern einverwobene Symbolik nimmt Bezug auf Göttinnen-Ikonen verschiedenster Traditionen und Kulturen - frei spielerisch, ohne am Dogma irgend einer Religionsgemeinschaft zu haften.

Die Berührung mit dem advaitisch-shavaitischen Tantra durch Daniel Odier in 2006 eröffnete weitere Räume. In dieser Lehre wird der Frau / Shakti / Yogini, als Verkörperung des göttlich-weiblichen Prinzips große Verehrung entgegen gebracht. Der menschliche Körper wird nicht als zu überwindendes Übel betrachtet, sondern gilt als Tor zum allumfassenden Bewusstsein. Durch die heilige Vereinigung männlicher und weiblicher Energie (Maithuna) öffnet sich das Herz zum Bewusstsein des SELBST.

Festivalangebot: Bilderaussstellung „Göttinnen · Shiva&Shakti · Yogini · Tantra“

www.diegoettin.com

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Jay Devi Mata

Wohin immer ich meinen Blick wende
küsst SIE mein Angesicht.
Unmöglich, IHR zu entfliehen,
unmöglich IHR näher zu kommen...

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“Eine Vision sehe ich in lebendiger Klarheit vor mir:
Daß die Mutter aus alter Zeit wieder erwacht ist
und verjüngt auf ihrem Thron sitzt -

herrlicher als je zuvor.
Verkünde sie der ganzen Welt mit der Stimme des
Friedens und des Segens.“


(Vivekananda)

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